Konkurrenz für die NPD: JU verteilt “Schulhof-CDs”
In der PaWo ist zu lesen:
JU gegen Extremismus
Vor allem rechtsextreme Parteien versuchen seit längerem mit so genannten “Schulhof-CDs” junge Menschen zu verführen. Dagegen setzt die Junge Union jetzt ein Zeichen – und dreht den Spieß um: Seit gestern verteilt die CSU-Nachwuchsorganisation in Stadt und Landkreis – wie hier gegenüber der Passauer Wirtschaftsschule (Foto) – MediaCards “Gegen Extremismus, für Demokratie”. Darauf zu hören und zu sehen: gute Musik von zehn bayerischen Nachwuchsbands und viele Argumente, Buchtipps und Weblinks “gegen Extremismus, für Demokratie.” Passaus JU-Chef Klaus Weidinger (links): “Der zunehmende Extremismus von rechts und von links ist eine Herausforderung für alle Demoktraten. Gerade im Landkreis Passau sorgen Umtriebe der NPD in Fürstenzell in jüngster Zeit für Zündstoff. Wir wollen dagegen mit Argumenten vorgehen und aufklären.”

“Vor allem rechtsextreme Parteien versuchen mit Schulhof-CDs”. Was heisst hier “vor allem”? Bis jetzt hat ausschliesslich die rechtsextreme NPD diese CD’s verteilt. Und jetzt tut es ihnen die deutschnationalkonservative CSU/JU gleich. “Und dreht den Spieß um”. Ach ja, inwiefern? In dem man eine CD mit völkischer Musik verteilt und dabei die Nazis in der Region verharmlost wenn man von einem “zunehmenden Extremismus von links” faselt der im Landkreis Passau einfach nicht existiert. Wenn sich die Junge Union tatsächlich antifaschistisch betätigen möchte sollte sie es unterlassen in erbärmlicher Weise vor Passauer Schulen Parteiwerbung in eigener Sache zu machen und sich stattdessen ernsthaft und kritisch mit den rechtsextremen Auswüchsen in der Mutterpartei beschäftigen.
Hierzu nur einige Zitate aus den Mündern führender CSU-Politiker:
“Mit dem Beitritt der Tschechischen Republik wird das Virus Vertreibung und Völkermord in das Netzwerk der EU eingespeist. Das Computervirus Vertreibung und Völkermord ist damit am 09.04.2003 in das EU-Internet eingespeist worden, seine Adresse sollte lauten: wordwideweb.Tschechische-Republik-Völkermord Spezialist.CR”
“Ich versichere Ihnen ausdrücklich, dass der Freistaat Bayern sich ohne Wenn und Aber zu den berechtigten Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen bekennt.”
„Wir als CSU müssen deutlich machen, daß wir eine Partei der Mitte sind. Aber die demokratische Rechte muß sich bei uns aufgehoben fühlen.“
“Wir brauchen weniger Ausländer, die uns ausnützen, und mehr, die uns nützen.”
“Bei dem durch die Medien gejagten Fall Mügeln gehen sie auf den Bürgermeister los, der sich die Verunglimpfung seiner Stadt nicht gefallen lassen will, weil er der ach so furchterregenden Jungen Freiheit ein Gespräch gewährt hat.”
“Wir müssen den Amerikanern deutlich machen, dass sie nicht andere kulturelle Bestrebungen auf diesem Erdball, und nicht alles ist automatisch Terrorismus, so ausrotten können, wie sie es mit den Apachen und den Sioux getan haben.”
„Der Kanzler (Gerhard Schröder) sollte sich ein Beispiel an Helmut Kohl nehmen, der 1985 gegen starken Widerstand mit US-Präsident Reagan den Soldatenfriedhof in Bitburg besucht hat – obwohl dort auch Soldaten der Waffen-SS liegen.“
“Sein Vorgehen ist eine Beleidigung für die vielen Bundeswehrsoldaten, die diese Gräber pflegen, und für alle deutschen Kriegerwitwen.”
“Jetzt muss auch einmal Schluss sein mit den Angriffen auf Martin Hohmann. Ich glaube nicht, dass eine Zweidrittelmehrheit für seinen Ausschluss zu Stande käme; es muss jetzt genug sein.”
»Wer Kriegsverrat beging, hat oft in einer verbrecherischen Weise den eigenen Kameraden geschadet, ja sie oft in Lebensgefahr gebracht«
“Deutschland besitzt eine Fülle von Dokumentations- und Gedenkstätten, die sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus befassen. Es gibt aber keine nationale Erinnerungsstätte für die größte Tragödie in der Geschichte unseres Volkes. Nach Jahrzehnten der Verdrängung muss die Vertreibung von 15 Millionen Landsleuten einen zentralen Platz im Gedächtnis der Nation einnehmen, und zwar sichtbar wie ideell.”
“Die Zecke kommt immer besser weg als das Wirtstier. Die Schwierigkeit ist: Die Zecke braucht, um langfristig zu überleben, ein neues Wirtstier. Ich bin dagegen, dass wir das Wirtstier spielen.”
“Der 7. November 1918 war also kein glücklicher Tag für Bayern und die Demokratie”.
“Es kann nicht angehen, dass jede noch so geschmacklose religiöse Beleidigung unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit durchgeht.”
“Es hat auch nette Nazis gegeben.”
“Auch die Vertreibung und das Leid der Vertriebenen müssen ihren Platz im deutschen und europäischen Geschichtsbewusstsein haben.”
“Als bayerischer Ministerpräsident, der seinen Grundwehrdienst bei den Gebirgsjägern abgeleistet hat, bin ich natürlich besonders stolz auf diese spezifisch bayerische Truppe und ihre Leistungen in Vergangenheit und Gegenwart.”
“Gemeinsinn, Patriotismus, Liebe zu unserem Land – das sind entscheidende Voraussetzungen für eine neue Aufbruchsstimmung und für solidarischen Zusammenhalt. Die Altbayern, die Franken und Schwaben und der vierte Stamm, die Sudetendeutschen – alle zusammen können wir mit Stolz auf eine reiche geschichtliche Tradition blicken.”
“Wenn ich über steuer- und erbrechtliche Anerkennung von homosexuellen Paaren diskutiere, dann kann ich gleich über Teufelsanbetung diskutieren.”
“Für CDU und CSU ist es von großer Bedeutung, dass sie wertkonservativen, patriotischen und staatstreuen Bürgern eine politische Heimat bieten. Denn rechts von der Union darf es kein politisches Vakuum geben.”
“Ich habe ja immer erklärt, dass ich die NPD-Wähler nicht schlechthin für Nazis halte.”
“Wie ich persönlich über die Leistungen der an der Front eingesetzt gewesenen Verbände der Waffen-SS denke, wird Ihnen bekannt sein. Sie sind selbstverständlich in meine Hochachtung vor dem deutschen Soldaten des letzten Weltkrieges einbezogen.”
“Ich bin ein Deutschnationaler und fordere bedingungslosen Gehorsam.”
“Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder.”
“Ein Volk, das diese wirtschaftlichen Leistungen vollbracht hat, hat ein Recht darauf, von Auschwitz nichts mehr hören zu wollen.”
“Rechts neben uns ist nur noch die Wand.”
“Wer bei uns lebt, soll sein Land nicht schlechtmachen. Wem es hier nicht passt, der kann ja rausgehen aus Deutschland.”
“Wir wollen von niemanden mehr, weder von Washington, noch von Moskau, von keinem europäischen Nachbarn, auch nicht von Tel Aviv, ständig an unsere Vergangenheit erinnert werden.”
tbc