expat
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02:43:14 pm on December 18, 2008 |
Browntown Nachtrag
Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, der VdK-Kreisverband, die Stadt Passau und die NPD veranstalteten gemeinsam am so genannten “Volkstrauertag”, 16. November 2008 auf dem Innstadtfriedhof eine Gedenkfeier um den “gefallenen Helden” der deutschen Wehrmacht zu danken.
Aus der Pressemitteilung von Oberbürgermeister Jürgen Dupper
“Oberbürgermeister Jürgen Dupper lädt die Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zur Teilnahme an der zentralen Gedenkfeier der Stadt zum Volkstrauertag am Sonntag, 16. November 2008, um 11 Uhr, auf dem Innstadtfriedhof ein. Anschließend findet die Ehrenbezeigung am Kriegerdenkmal statt. Die Stadtkapelle Passau wird die dortige Gedenkminute mit dem Lied „Der gute Kamerad“ begleiten, der Verband der Reservisten stellt die Ehrenwache. Gleichzeitig ruft er die Passauer auf, die Gedenkfeiern in den einzelnen Stadtteilen zu besuchen.”Alois Mannichl – Polizeidirektor von Passau – ist auch mit von der Partie und latscht bei seinem Einsatz aus Versehen über eine Grabplatte eines deutschen “Helden”. Die Kameraden der NPD sehen das und sind erbost. Dazu schrieb die NPD-Passau am 17. November in einer Presseerklärung: ”… stellte sich nun Mannichl auf eine Grabplatte gefallener Soldaten und trampelte mit seinen Schuhen auf einem Gedenkgesteck herum.” In den darauf folgenden Wochen gärt es in der bayerischen Naziszene ob dieses Vorfalls, es kann ja nicht sein dass ein anständiger deutscher Polizist über deutsche Heldengräber trampelt. Kurze Zeit später, wir schreiben den 13. Dezember, Adventszeit.
Die Passauer Nazis laden zu einer Weihnachtsfeier ins “Café Traudl” nach Fürstenzell.Dort fällt irgendwannVielleicht fällt im “Café Traudl” in Fürstenzell (die Passauer Nazis sitzen hier gerne beisammen) der Entschluss dem Missetäter einen Besuch abzustatten (?), wohnt dieser doch im selben Ort. Die Wut ist groß, so groß, dass man dem Polizeidirektor schließlich in Tötungsabsicht ein Messer in den Bauch rammt. Was man nicht alles tut für die Kameraden in Walhall. Der oder die Täter können unerkannt entkommen. Alois Mannichl überlebt schwer verletzt.Laut Zeugenaussage hält sich an diesem Samstag Nachmittag das Münchener Nazi-Ehepaar Sabrina (22) und Manuel Heine (33) im Raum Passau auf. Eben bei diesem Manuel Heine vereitelte die Passauer Polizei im Juli eine Strafverfolgung nachdem dieser einen Antifaschisten verletzt hatte. Aufgrund der Zeugenaussage werden die beiden in Untersuchungshaft genommen, die Ermittler werfen ihnen Beihilfe zum versuchten Mord vor. In München wird ihr Kamerad Phillipp Hasselbach in Beugehaft genommen (jpg1, jpg2) da er diesem Pärchen ein fragwürdiges Alibi verschaffen will. Seine Freundin (21) droht unterdessen einer Nachbarin mit dem gleichen Schicksal wie Mannichl. Auch sie kommt vorübergehend in Gewahrsam. Die Suche nach dem Haupttäter geht weiter.
Antifa-Recherche 3:01 pm on January 5, 2009 | #
“Kurze Zeit später, wir schreiben den 13. Dezember, Adventszeit, die Passauer Nazis laden zu einer Weihnachtsfeier ins “Café Traudl” nach Fürstenzell. Dort fällt irgendwann der Entschluss dem Missetäter einen Besuch abzustatten, wohnt dieser doch im selben Ort. Die Wut ist groß, so groß, dass man dem Polizeidirektor schließlich in Tötungsabsicht ein Messer in den Bauch rammt.”
Dieser Absatz ist nicht richtig bzw. irreführend. Die Jul- bzw. Weihnachtsfeier der Passauer NPD war am 05.12.08, nicht am 13.12.08 Also selbst wenn Nazis an diesem Tag bei Traudl waren (Worüber höchstens Vermutungen angestellt werden können), so nicht auf Ihrer Weihnachtsfeier. Das verlinkte Bild stammt von der Julfeier der Passauer NPD letztes Jahr.
In dieser Darstellung behauptest du also mal eben locker, dies Passauer NPD habe sich bei Traudl auf ihrer Weihnachtsfeier (zufällig eine Woche zu spät) getroffen (wovon zufällig ein Foto existiert) und habe dann gemeinschaftlich beschlossen, Mannichl umzubringen. Auch wenn die restlichen Artikel auf diesem Blog – von einem polemischen Grundton abgesehen – durchaus kritisch und berechigt sind, dieser Absatz hat absolutes Boulevardzeitungsniveau. Dem gesamten NPD-KV Passau zu unterstellen, dass er einen Mord geplant habe und dies als Fakt darzustellen hat nicht mehr viel mit differenzierter Darstellung der Situation zu tun, sondern bewegt sich gefährlich in Richtung Verschwörungstheorie – auch wennn ein Zusammenhang zwischen der Berichterstattung der NPD auf ihrer Homepage und der Tat durchaus naheliegend ist.
antifaschistische Grüße
expat 7:33 pm on January 5, 2009 | #
Vielen Dank für die informativen Anmerkungen. Artikel wurde editiert.
Antifa-Recherche 7:37 pm on January 8, 2009 | #
immer gerne;)
mag