expat
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02:56:47 pm on August 12, 2008 |
Browntown PA
“Der Spiegel” titelte bereits im April 2001 richtigerweise “Passau ist braun”. Adolf Hitler, Heinrich Himmler, Adolf Eichmann und Albert Ganzenmüller waren Bürger dieser Stadt. Zehntausende Neonazis pilgerten über Jahrzehnte, Jahr für Jahr zu Parteitagen von DVU und NPD. Der antifaschistische Widerstand dagegen wurde von Lokalpolitikern als “Terrorismus” verunglimpft. Die “Passauer Neue Presse” druckte für Gerhard Freys DSZ-Verlag und seine DVU durfte in der PNP werben. Ein autoritäres Klima bestimmt bis heute das Geschehen in der Stadt, zwischen den Bürgern und ihren politischen Vertretern, zwischen den gesellschaftlichen und staatlichen Institutionen. Es existiert ein postnazistischer nationalkonservativer Grundkonsens, daran hat sich auch seit Anna Rosmus nichts geändert. Man begreift sich als Volksgemeinschaft in einer deutschen Frontstadt die ja ach so schön ist. Liebe zu Heimat steht hier an erster Stelle. Passau – Bayerwald – Sudetenland – “Heimat, Heimat über alles”. Und so verwundert es nicht dass die Nazis der NPD hier ein Zuhause haben. Mag die Aussicht auf Wahlerfolge auch gering sein, die Nazis verfügen hier über ein ruhiges Hinterland mit einer reaktionären Bevölkerung die Angst vor Fremden hat. Die Nazis sind Teil dieser Bevölkerung, sie kommen aus ihr, sie sind keine Aliens die mit der “Reichsflugscheibe” gelandet sind. Nein, ein Teil der volkstümelnden Mitbürger radikalisiert sich eben und erhebt die Ressentiments der schweigenden Mehrheit zum Parteiprogramm.
Und einem Passauer Oberbürgermeister fällt angesichts dessen nichts besseres ein als den Zentralrat der Juden mit Protestbriefen zu belästigen. Er forderte von Generalsekretär Stephan Kramer dieser möge die Behauptung zurücknehmen Passau sei eine Hochburg der Rechtsextremisten. Anstatt sich also seinen treudeutschen Mitbürgern von NPD, den Sudetendeutschen, diversen Soldaten- und Kriegerverbänden, Heimat- und Trachtenvereinen oder auch den schlagenden Verbindungen der Passauer Studenten kritisch zu widmen, stellt der Passauer OB Forderungen an Juden. Das nennt sich dann wohl Kampf um Wählerstimmen.
[aapa] 11:51 am on March 21, 2009 | #
Noch mehr deutsche Opfer (Zum 60. Geburtstag der BRD lassen Passauer “Vertriebene” mal wieder von sich hören): PNP vom 21/22. 03.09 auf Seite 3. Viel Spaß beim Lesen